Der KI-Film ist da — Albert Bozesan über die nächsten Schritte 🎬
Albert Bozesan
Filmemacher & Kreativtechnologe
Über diese Session
Das goldene Zeitalter Hollywoods baute Imperien auf Handwerkskunst auf: großartiges Storytelling, gewaltigen Produktionsaufwand und teure Technologie, verfeinert über ein Jahrhundert von Versuch und Irrtum.
Heute hat ein einzelner Creator mit einem Laptop Zugang zu Werkzeugen, die es mit einem ganzen Studiogelände aufnehmen können. Albert zeigte, wie diese kreative Kraft in der Praxis funktioniert, mit echten Beispielen aus der neuen Welt des KI-Filmemachens.
Was passiert also, wenn die Institutionen, die das Regelwerk geschrieben haben, auf eine neue Generation KI-gestützter Creator treffen?
Willkommen zur großen Neuausrichtung, in der Tradition auf Hebelwirkung trifft — Albert zeigte, wie Geschichten, Szenen und ganze Filme heute auf radikal neue Weise entstehen können.
🎬 Entdecken Sie, was passiert, wenn zeitlose Filmhandwerkskunst auf radikal neue kreative Kraft trifft.
📝 Vortragszusammenfassung
Bei seinem zweiten Auftritt beim GenAI Wednesday eröffnete Albert mit der Kluft, die die Branche in Atem hält — ein 356-Millionen-Dollar-Blockbuster (Avengers: Endgame) neben einem 5-Dollar-Clip, den er eigens für den Abend generiert hatte — und fragte, wen KI wirklich zu verdrängen droht. Anhand der Wertschöpfungskette des Films (Creator, Produktionsfirmen und die Studios, die das Geld und die Leinwände kontrollieren) lautete seine Antwort: Jeder Akteur bleibt relevant, wenn er KI einsetzt — diejenigen, die zurückfallen, sind die Creator, die ihr mit Angst begegnen. Er verwies auf zwei aktuelle Hits, Obsession und Backrooms, die von Online-Creator mit Budgets unter einer Million Dollar produziert wurden, leitete einen Live-Micro-Workshop zum Bau eines eigenen KI-Kurzfilms und feierte mit den ersten 90 Sekunden von Tarmac, einer KI-unterstützten animierten Sitcom, Premiere.
Die wichtigsten Punkte:
- KI entfernt den Budget-Türsteher, nicht den Geschichtenerzähler. Creator können Ideen heute für ein paar Hundert Euro testen und pitchen, statt auf das grüne Licht eines Redakteurs zu warten.
- Niemand in der Wertschöpfungskette wird automatisch „ausradiert“ — außer denjenigen, die sich der Anpassung verweigern. Studios haben Kapital und Vertrieb, Produktionsfirmen bringen Struktur und Netzwerke, Creator bringen Geschichte und Publikum.
- Die neuen Hits entstehen von unten — aufgebaut auf dem eigenen Publikum eines Creators statt auf altbekanntem geistigem Eigentum, und werden erst danach von Hollywood aufgegriffen.
- Die Tools von 2026 sind multimodal und einfach zu bedienen; „gut“ ist der schwierige Teil. Modelle wie Seedance 2.0 verarbeiten Bild + Video + Audio + Text und liefern 15-sekündige Clips — aber Qualität entsteht durch menschliches Handwerk und präzise Referenzen (Skizzen, 3D-Blocking, illustrierte Charaktere).
- Was KI-Inhalte wirken lässt, ist emotionale Absicht. Es funktioniert, wenn ein Mensch die Idee geschrieben hat, das Handwerk stimmt und das Publikum es gerne teilt. Alberts liebstes Beispiel ist der Solo-KI-Creator Gossip Goblin, dessen Videos Kommentare wie „genau dafür wurde KI gemacht“ erhalten — der Beweis, dass „mach gute Sachen“ gegenüber „mach KI-Sachen“ gewinnt.
💬 In seinen Worten
„Ich glaube nicht, dass sich auch nur eine einzige Folie wiederholen wird — obwohl ich erst vor anderthalb Jahren hier war. Können Sie sich eine andere Technologie vorstellen, die das bewirken würde?“
— Albert Bozesan
„Ich werde mir das ansehen, obwohl es KI ist, weil es mich als Mensch berührt. Das Geheimnis dahinter: Ein Mensch hat es geschrieben.“
— Albert Bozesan
„Wir können nicht alle einen Film machen, aber wir können alle spüren, ob ein Film gut gemacht ist.“
— Albert Bozesan
📊 Folien
Was die Präsentation behandelt: ein praxisnaher Durchgang durch die KI-Videoerstellung im Jahr 2026 — von der Generierung von Referenzbildern bis zum Zusammensetzen zu einer fertigen Einstellung — aufgebaut um ein einfaches, wiederholbares Prompting-Framework.
Alberts „5-W“-Prompt-Framework für jede KI-Videoeinstellung:
- WHO — das Subjekt
- WHAT — die Handlung
- WORDS — der gesprochene Dialog
- WHERE — die Umgebung & Beleuchtung
- WAY — der Stil & die Kamera
Anschließend wird gezeigt, wie multimodale KI-Videomodelle funktionieren (Bild + Video + Audio + Text → kurze Clips, z. B. Seedance 2.0), wie man mit einem Bildmodell Referenz-Inputs erstellt, und ein durchgerechnetes Beispiel, das diese Referenzen zu einem einzigen Prompt zusammenfügt. Für fortgeschrittene Arbeiten mit mehreren Einstellungen wird Alberts eigenes Tool C.R.U.M.P.E.T. vorgestellt, und für alle, die tiefer einsteigen wollen, wird auf den Curious Refuge AI Animation-Kurs verwiesen.
🎬 Vollständige Präsentation
Der Speaker 🎤
🔍 Albert Bozesan, Bestseller-Geschichtenerzähler, Pädagoge und Filmemacher, führte uns durch diese sich wandelnde Landschaft.
Aufbauend auf seiner Erfahrung, traditionelles Storytelling-Handwerk mit modernster KI zu verbinden, zeigte er, wie einzelne Künstler mit KI-Tools kreative Kraft freisetzen, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war.
Agenda
- 🕡 18:30 Einlass
- 🎤 19:00 Vortrag + Diskussion
- 🍻 20:00 Getränke, Snacks & Networking
- 👋 22:00 Verabschiedung
🎫 Freier Eintritt — ausgerichtet von TNG Technology Consulting.
Vortrags-Highlights
🏛️ Studios im Wandel
Verstehen Sie, warum etabliertes Wissen weiterhin zählt: Erzählgrammatik, Produktionspipelines, Geschmack, Vertrieb und Publikumsverständnis — selbst wenn die Eintrittsbarrieren einbrechen.
🎨 Der Aufstieg des KI-gestärkten Auteurs
Erfahren Sie, wie einzelne Creator generative Tools nutzen, um Arbeiten zu produzieren, für die früher große Teams und beträchtliche Budgets nötig waren.
⚖️ Zusammenarbeit oder Wettbewerb?
Entdecken Sie, wie Studios und Solokünstler zusammenarbeiten, aneinandergeraten oder sich gegenseitig neu erfinden könnten.
🔮 Was als Nächstes kommt
Erhalten Sie einen ehrlichen Einblick, was institutionelles Filmemachen bewahren könnte, was KI nicht ohne Weiteres nachbilden kann und was auf dem Weg verloren gehen könnte.
🛠️ Praxisleitfaden
Freuen Sie sich auf viele unterhaltsame Beispiele und lernen Sie als Bonus, wie Sie in nur wenigen Schritten Ihren ersten KI-Film erstellen.
📍 Ort & Anreise
TNG Technology Consulting
Beta-Straße 13, 85774 Unterföhring
Öffentliche Verkehrsmittel: Nehmen Sie die S-Bahn nach Unterföhring. Von dort sind es etwa 15 Minuten zu Fuß zur Location, oder Sie nehmen einen lokalen Bus.
Alternativ nehmen Sie den Bus X205 ab Arabellapark.
Oder kommen Sie mit dem Fahrrad. 🚴
Speaker-Biografie
Albert Bozesan ist Autor, Filmemacher und eine führende Stimme dazu, wie KI die Unterhaltungsindustrie neu gestaltet — von generativen Bildwelten bis zu kompletten Produktionspipelines. Er kehrt zum GenAI Wednesday Munich zurück, nach seinem herausragenden Vortrag zu KI & Entertainment im Oktober 2024.
Schlagwörter
📌 Verwandte GenAI Wednesday Sessions
- AI & Entertainment: Revolutionizing Filmmaking — Albert Bozesan (erster Vortrag, Oktober 2024)
- AI in Media & Communications — Nadine Hettegger
- Using AI for Fun, Profit, Ransom — Konark Modi
Sie möchten mehr praxisnahe KI-Vorträge in München? Entdecken Sie kommende GenAI Wednesday Events.
Veranstaltungsdetails
- Wann: Mittwoch, 17. Juni 2026 · Einlass 18:30 · Vortrag 19:00
- Ort: TNG Technology Consulting, Beta-Straße 13, 85774 Unterföhring
- Folien: KI-Filmemachen Micro-Workshop (PDF)
- Video: Vollständige Präsentation ansehen
- Mit freundlicher Unterstützung von TNG Technology Consulting